Musik gratis und im Grünen
WAZ Serie, 02.06.2009, Margitta Ulbrich
„Sunset Folks” mit Mittwochskonzerten auf der Freilichtbühne ist ein Erfolgsmodell geworden. Zwei neue Reihen
Lust auf Musik ganz lauschig im Grünen und vielleicht ein bisschen gute Laune – mehr braucht es nicht für die Mittwochskonzerte gratis auf der Freilichtbühne. Als die Jungs von der „Reglerproduktion” vor vier Jahren auf die von der „Twistzentrale” zukamen und fragten, ob sie eine Idee für Konzerte hätten, „da haben wir gesagt, okay, wir machen das unter zwei Bedingungen: freier Eintritt und die Konzerte müssen akustisch sein”, erzählt Uwe Grefrath von der „Twistzentrale”.
Als „Sunset Folks” 2006 startete, guckten so um die 100 neugierige Mülheimer vorbei. Und sie kamen wieder, erzählten anderen von der Live-Musik im Freien und brachten Freunde mit. Und so ging es Konzert um Konzert weiter. „Sunset Folks” ist mittlerweile zu einem Erfolgsmodell made in Mülheim geworden. Die Fans kommen aus der ganzen Region. Als sich im vergangenen Jahr einmal 800 Menschen vor der kleinen Bühne drängelten, die Bierleitungen nicht lang genug sein konnten, und die gastronomische Kette zusammenbrach, zog Uwe Grefrath die Reißleine: „Wir machen keine Werbung mehr”. In der letzten Saison zählte er rund 10 000 Besucher von Mai bis September.
Mit dem Erfolg im Rücken gehen die Macher noch einen Schritt weiter. Zwei neue Formate mit Musik vom Band gibt's ab Juni: „Hall und Rauch” immer sonntags ab 18 Uhr mit Chillout-Musik. Und die „Zentral-Lounge” immer donnerstags ab 18 Uhr mit Fackeln und Weltmusik. Beides wie gehabt zum Nulltarif.
Keine goldene Nase wolle man sich mit den Veranstaltungen verdienen, betont Grefrath. Oberstes Ziel sei es, „diesen wunderbaren Ort, die Freilichtbühne zu beleben”. Das Ganze funktioniere auch nur, „weil alle ehrenamtlich arbeiten”. Wobei die Bands für Kleingeld auftreten. Bezahlt mit klingender Münze aus dem Hut, der am Konzert-Ende unter den Besuchern kreist.
„Jede Band würde wiederkommen”, sagt Grefrath. So solle es aber nicht sein, denn man setze auf Abwechslung. Die Gruppen kommen aus der Region und darüber hinaus aus ganz Europa. Und weil die Leute von der Twistzentrale fast alle selbst Musiker sind, sind es oft echte Geheimtipps.
Was mit einer kleinen Bühne begann, hat sich zu einem ambitionierten Biergarten mit Tischen, Bänken, Buden, zwei Bierständen und einer Cocktailbar nebst Palmen gemausert. Gastronomisch sind für „Sunset Folks” Mülheimer Urgesteine wie Tom vom Kaisereck und Isi vom Ringlokschuppen am Start. Dass die beiden nicht für lau arbeiten ist logisch, wobei die Preise für Essen und Getränke zivil sind.
Zwei Buden hat der Altstadt-Verein zur Verfügung gestellt. Als Sponsoren konnten Mülheimer Handwerksbetriebe wie Bilo-Glas, Elektro-Rüstemeier und Gartenbau-Kortheuer gewonnen werden. „Die kleinen Handwerksbetriebe helfen, wo sie nur können.” Ein kleiner Zuschuss kommt vom Kulturbetrieb. Geld für „Reparaturarbeiten, die fallen immer mal an”.
Bei Veranstaltungen auf der Freilichtbühne hat es früher schon mal Beschwerden von Nachbarn gegeben – über Lärm und Parkplätze: „Deshalb machen wir akustische Konzerte, damit ersparen wir uns den Ärger mit den Nachbarn.” Keine Beschwerden habe es in all den Jahren gegeben.
Der eine oder andere Nachbar gehört sogar zum Stammpublikum. Mit Campingstühlen und Picknickkorb sitzen Familien auf der Wiese, Spaziergänger und die Senioren von der Dimbeck gucken gern mal vorbei. „Die Leute sehen, dass der Biergarten auf hat und bleiben sitzen.”
Aus "WIKIPEDIA" / Mülheim an der Ruhr / Europa-Freilichtbühne
Stand Juni 2009
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Im Jahre 2003 stieß der Verein " ReglerProduktion " hinzu und zeigt sich seitdem für zahlreiche Veranstaltungen auf der großen als auch kleinen Bühne verantwortlich .
Insbesondere ist die Veranstaltungsreihe " SUNSET FOLKS " zu nennen , eine Gemeinschaftsproduktion von " Regler Produktion " und " Twistzentrale " .
Hier wurde eine generationenübergreifende, kommunikative, kulturelle Marke im Mülheimer Veranstaltungsbereich erfolgreich verankert , die, bei freiem Eintritt, lokale, regionale und überregionale Musiker und Bands ( akustische Live-Konzerte ) ihrem Publikum zuführt.
Dimbeck: Besser, größer und länger
NRZ vom 30.04.2008
Das Team von Sunset-Folks hat das Saison-Ziel klar vor Augen: Besser, größer, länger, schmackhafter soll ihre dritte Akustik-Session in der Freilichtbühne werden. 21 Konzerte in fünf Monaten kommen umsonst und draußen auf die kleine Bühne. Den Winter haben sie genutzt damit's im Sommer schicker wird. Die Gastrohütten haben sie aufgemöbelt, Erde bewegt und das Plateau vergrößert, Drainagen verlegt, neue Partner gesucht und Vorschläge der Besucher teilweise umgesetzt. Das Ergebnis, finden alle Beteiligten, kann sich sehen – und hören lassen: In der gesamten Freiluftsaison, von Mai bis September, bieten die Organisatoren von Regler Produktion und Twistzentrale immer mittwochs um 19 Uhr Live-Musik. Los geht es am 7. Mai mit der CD-Release-Party für „Retro Connection II” und einem Knall: Gegen 22.30 Uhr wird ein Feuerwerk abgeschossen. Wöchentlich bis zum 24. September spielt dann reichlich Weltmusik und Folk. Erstmals kommt zudem mehr auf die Gabel als Bratwürstchen und Kartoffelsalat. Ismail Omari kocht für unter dem Künstlernamen „Rosmarin Omari” „Nomadenfood”.
